Fluchtursachen bekämpfen – Waffenexporte stoppen!


Vom 20. bis 22. August 2015 finden rund um den Bodensee die Aktionstage „Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen!“ statt. Die Aktionstage wurden von den AktivistInnen des Netzwerks „Flüchtlinge für Flüchtlinge“ (Refugees for Refugees) initiiert und werden auch vom Aktionsbündnis Abschiebestopp Konstanz unterstützt. Wir wollen am Bodensee gegen die hier ansässige Rüstungsindustrie, das EU-Grenzregime, die deutsche Innen- und Außenpolitik sowie für ein Bleiberecht aller Schutzsuchenden eintreten.
Dazu wird es vom 20. bis 22.8 ein Basiscamp auf der Cherisy-Wiese in Konstanz geben, mit großem Zelt mit Infomaterial, Platz für Austausch und eine gemeinsame Küche geben. Tagsüber soll vor den Toren der Rüstungsindustrie und in den Städten mit Kundgebungen die Waffenindustrie hier am Bodensee kritisiert werden, sowie ihre todbringenden und Flüchtlinge hervorbringende Exporte.

Alle Details, Informationen und Termine findet ihr auf dem Flyer.

Facebook-Event:
Aktionstage “ Fluchtursachen bekämpfen-Waffenexporte stoppen“

Workshop:
Die Selbstbestimmung Geflüchteter im Schatten ehrenanamtlichen Engagements

PRESSEMITTEILUNG 04.06.2015 Spenden für die Familien Selimi und Kazimov

Die Familien Selimi aus Serbien und Kazimov aus Mazedonien mussten am gestrigen Mittwoch Deutschland verlassen und zurück in Ihre Herkunftsländer reisen, wo sie Mittel- und Obdachlosigkeit sowie Diskriminierung bei dem Zugang zur Bildung und zur Gesundheitsversorgung erwarten. Am 1. Juni 2015 versammelten sich etwa 50 UnterstützerInnen vor der Gemeinschaftsunterkunft in der Steinstraße um für die Familien Spenden zu sammeln und von Ihnen Abschied zu nehmen: Zeichen der Menschlichkeit und Herzlichkeit, die der Unerbittlichkeit der Behörden gegenüberstehen.

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PRESSEMITTEILUNG vom 04.06.2015

PRESSEMITTEILUNG 12.05.2015 Innenministerium Baden-Württemberg bleibt hart

PRESSEMITTEILUNG – Konstanz, 12.05.2015

Innenministerium Baden-Württemberg bleibt hart: Schulkinder sollen mitten im Schuljahr ausreisen.

Viele Menschen in Konstanz unterstützen die Kinder der Familien Selimi aus Serbien und Kazimov aus Mazedonien, denen nun die Abschiebung angedroht wird, wenn sie bis Ende Mai Deutschland nicht verlassen haben. Zuletzt setzte sich der Runde Tisch zur Begleitung von Flüchtlingen in Konstanz für ein Bleiberecht bis Schuljahresende ein. Die Behörden zeigen sich jedoch kompromisslos.
Im Februar versammelten sich rund 100 Bürgerinnen und Bürger an der Markstätte und forderten ein generelles Bleiberecht für die Familien in Deutschland.

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PRESSEMITTEILUNG vom 12.05.2015

Geplante Abschiebung in Obdachlosigkeit


Arbeitskreis Roma-Solidarität fordert humanitäres Bleiberecht für zwei Familien.

Bis zum kommenden Freitag, 6. Februar 2015 sollen zwei Familien Konstanz verlassen. Ansonsten droht ihnen die Abschiebung nach Serbien und Mazedonien, so die Aufforderung des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Nach der gesetzlichen Einstufung „sicherer Herkunftsländer“ sind die Asylverfahren der Familien nun als „offensichtlich unbegründet“ abgewiesen worden.
Sollten die Behörden hart bleiben, werden sieben minderjährige Kinder in die Obdachlosigkeit abgeschoben. Das verbietet die UN-Kinderrechtskonvention, die Deutschland unterzeichnet hat. Darauf weist jetzt der Arbeitskreis Roma-Solidarität Konstanz hin.
[…]
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PRESSEMITTEILUNG vom 03.02.2015 (PDF):
Schulkinder sollen in Obdachlosigkeit abgeschoben werden

Winterabschiebstopp 2014 – Offener Brief


In einem offenen Brief fordern das Aktionsbündnis Abschiebestopp Konstanz und der Freundeskreis Asyl Radolfzell, dass Baden-Württemberg im Winter keine Flüchtlinge in die Balkanstaaten abschiebt.

„Deportation Cast“ ein Theaterstück der Theater-AG „tACTlos“

Wir stimmen für „Deportation Cast“ ein Theaterstück der Theater-AG „tACTlos“, des Friedrich -Wöhler-Gymasiums aus Singen!!!

Fünf Leute des Aktionsbündnis haben sich am 29. Juni das Theaterstück „Deportation Cast“ in der Singener Gems angesehen. Das Stück von Björn Bicker handelt von der Abschiebung einer Romafamilie in den Kosovo nach 11-Jährigem Aufenthalt in Deutschland. Das 16-jährige Mädchen Elvira, hier aufgewachsen wird weg gerissen von ihren Freunden, ihrer ersten Liebe, von ihrem gewohntem Umfeld, „Ihrem Zuhause“. Hineingeworfen in eine feindliche, erbärmliche Umgebung und als Zigeunernutte beschimpft, will sie nur noch zurück. Mittellos, ohne die Medikamente für ihren epelepsiekranken 14-jährigen Bruder Egzon kaufen zu können, versuchen die Eltern zu überleben, müssen zum Schluss aber erneut vor nationalistischen Angriffen der Albaner fliehen.

Ist das Thema Abschiebung für viele Menschen bisher sehr abstrakt geblieben, so hat es die Theatergruppe „tACTlos“ in diesem Stück geschafft, gefühlmäßig erlebbar zu machen was mit den betroffenen Menschen, aber auch den vielen Akteuren um dieses Thema herum passiert. Während 3 Stunden konnte man in der Gems vor Anspannung und Konzentration die berühmte „Stecknadel“ fallen hören. Das Spiel der Jugendlichen war dermaßen überzeugend und beeindruckend, dass es uns am Ende sprachlos und voller Emotionen zurück ließ.

Angesichts der jüngsten Abschiebungen von Romafamilien mit ihren Kindern bei Nacht-und Nebel aus aus dem Landkreis Konstanz halten wir dieses Theaterstück und die Leistung der Jugendlichen für einen so wichtigen Beitrag zum „Werben um Verständnis“, dass wir ihnen unsere Stimme bei diesem Wettbewerb unter der Nummer 03 geben wollen. Wir werben dafür es uns uns gleich zu tun.

Doris Künzel


Foto: Andrea Siedow

Offener Brief des Freundeskreis Asyl Radolfzell

Auch aus Radolfzell gibt es einen offenen Brief zum Thema menschenunwürdige Abschiebungen.

Auszug:
„Der Freundeskreis Asyl Radolfzell verwahrt sich gegen menschenunwürdige Formen der Abschiebung von Roma im Landkreis Konstanz und fordern darüber hinaus ein Bleiberecht für die in Deutschland Schutz suchenden Roma.
In letzter Zeit häufen sich Abschiebungen von Roma in Flüchtlingsunterkünften des Landkreises Konstanz. Unabhängig davon, ob sich die Opfer dieser Maßnahmen bereits zur freiwilligen Rückkehr ins Elend bereiterklärt haben (in Radolfzell) oder ob das Asylverfahren noch läuft (in Konstanz), dringt die Polizei unter Missachtung des Grundrechts auf Unversehrtheit der Wohnung mit Nachschlüsseln zu nachtschlafender Zeit in die Unterkünfte ein. Innerhalb von zehn, fünfzehn Minuten müssen Eltern und Kinder ihre Habseligkeiten unter den Augen der verstörten Bewohner der Sammelunterkünfte zusammenraffen.“

PDF: Offener Brief des Freundeskreis Asyl Radolfzell 02.06.2014

Petition: „Alle Kinder bleiben hier!“

Offener Brief der Schulsozialarbeit GSS

In einem offenen Brief klagen Schulsozialarbeiter/innen der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz die unmenschliche Praxis von Abschiebungen an.

Auszug:
„Als Schulsozialarbeiter/innen, die ihre Arbeit als ethisch fundierte Menschenrechtsprofession verstehen, protestieren wir entschieden gegen diese verantwortungslose und entwürdigende Art des Umgangs mit geflüchteten Menschen. Die an unserer Schule betroffene Schülerin war gut integriert, sie wurde von heute auf morgen aus der Klassengemeinschaft gerissen und jeder Möglichkeit beraubt, sich zu verabschieden. Weiteren Mitschülern/innen droht ein ähnliches Schicksal, sie leben in stetiger Angst und Ungewissheit.
[…]
Da wir glauben, dass alle gesellschaftlichen Institutionen keinen Selbstzweck darstellen, sondern einzig und allein all jenen Menschen zu dienen haben, welche durch ihr Handeln die betreffende Gesellschaft bilden, fordern wir jeden Menschen, der diese Zeilen liest dazu auf, sich immer und überall für das Recht geflüchteter Menschen einzusetzen. Ein staatlicher Gewaltapparat, der derart inhuman handelt, hat jede Berechtigung verloren und verlangt nach Veränderungen und friedlichem Widerstand aller demokratischen, kritischen Bürger.“

PDF: Offener Brief der Schulsozialarbeit GSS

Mit einer Mahnwache machte das Aktionsbündnis am 21.05.14 auf die Abschiebung aufmerksam:

In der Presse:
seemoz.de (30.05.14): Die hundsordinäre Politik der Abschiebung
suedkurier.de (30.05.14): Nachbarschaftsfest am Jugendzentrum: Buntes Treiben und besinnliche Töne

Erneute Abschiebung aus Konstanz am 20.05.14

In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai wurden in Konstanz erneut Menschen nach Mazedonien abgeschoben.

Ohne Vorankündigung wurde ein Ehepaar mit 4 Kindern um ca. 2 Uhr aus dem Schlaf gerissen und bekam nur kurze Zeit, um Hab und Gut zusammenzupacken um dann in einem Bus nach Stuttgart transportiert zu werden. Von dort ging eine Sammelabschiebung im Flieger nach Mazedonien. Zurück bleiben in Angst versetzte Flüchtlinge, betroffene und verständnislose Schulfreunde, sowie über die Unmenschlichkeit empörte Eltern und Bürger. (ur)

In der Presse:
suedkurier.de (23.05.14): Abschiebung: Polizei reißt Familie mit Kindern um drei Uhr aus Betten
linke-liste-konstanz.com (23.05.14): Hemm will Resolution gegen Abschiebungspraxis
seemoz.de (23.05.14): Wie Vera Hemm für die Flüchtlinge kämpft
suedkurier.de (22.05.14): Mahnwache gegen Abschiebung von Familie
seemoz.de (22.05.14): Wer soll hier noch ruhig schlafen?
piraten-konstanz.de (22.05.14): Abschiebung von Roma-Familien in Konstanz
seemoz.de (21.05.14): Eilmeldung 2: Mahnwache auf der Marktstätte
konstanz.save-me-kampagne.de (21.05.14): Über Nacht Flüchtlinge aus Konstanz abtransportiert
tv3.de (20.05.14): Über Nacht abtransportiert
juergenweber.eu (20.05.14): Über Nacht abtransportiert: Vier Mädchen und deren Eltern aus Konstanz abgeschoben

Im Gemeinderat:
Anfragen der Gemeinderäte – Teil 1, ab Minute 6:22
Anfragen der Gemeinderäte – Teil 2, Anfang
http://www.konstanz.de/rathaus/01825/06295/06301/index.html

Alle Kinder bleiben hier!

Keine Abschiebung von Roma aus Konstanz!

Der Arbeitskreis Roma Solidarität setzt sich für ein Bleiberecht für Roma Familien ein, die in ihren Herkunftsländern oft massiv diskriminiert werden.

In einem Faltblatt wird die Situation der Konstanzer Roma-Kinder beschrieben. Sie finden es hier als PDF-Datei zum herunterladen.
Faltblatt

Hier gehts zur +++ Online-Petition +++.

Proasyl: Fakten gegen Vorurteile
Aktuelle Infos unter facebook.com/abschiebestoppKN

Konstanzer Erklärung 2012: „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

Hintergrundinformationen:
Amnesty: Die Diskriminierung von Roma in Südosteuropa
Bundeszentrale für politische Bildung: Sinti und Roma
FRA: Die Situation der Roma in elf EU-Mitgliedstaaten

Medienartikel:
zeit.de: Die Mär von den Roma-Clans
deutschlandradiokultur.de: Diskriminierung zwingt zur Flucht

Organisationen:
proasyl.defluechtlingsrat-bw.dealle-bleiben.infosintiundroma.de

Einladung 17.03.2014

Was tun, damit die Konstanzer Roma-Familien mit ihren Kindern nicht in Diskriminierung und Elend nach Serbien, Mazedonien und Kosovo abgeschoben werden?

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden alle Engagierten recht herzlich ein, gemeinsam Maßnahmen zu überlegen, wie wir die
akut drohende Abschiebung von mehreren Roma-Familien und zahlreichen Kindern, die zum
Teil über Jahre in Konstanzer Schulen und Freizeitaktivitäten oder im Orchester der
Musikschule integriert sind, abwenden können. Wir sind fest entschlossen nicht zuzusehen,
sondern Öffentlichkeit herzustellen und unmenschliche Abschiebungen zu verhindern
beziehungsweise diese zu verurteilen.

Wir appellieren zum Wohle und auf Seiten der Flüchtlinge an einem Strang zu ziehen. Was tun,
damit die Konstanzer Roma-Familien mit ihren Kindern nicht in Diskriminierung und Elend
nach Serbien, Mazedonien und Kosovo abgeschoben werden?

Unter dieser Fragestellung laden wir Sie zu unserer nächsten Sitzung am
Montag, 17. März 2014, 20 Uhr, im Gemeindehaus bei der Evangelischen Petruskirche, Wollmatingerstraße 58 ein.

Keine sicheren Herkunftsländer!

Roma bleibenSehr geehrter Herr Innenminister,

nach dem jetzt vorliegenden Gesetzesentwurf der Bundesregierung sollen die Staaten Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Serbien zu sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt werden. Flüchtlinge aus Ländern Ex-Jugoslawiens – wie Sie wissen hauptsächlich Roma – sollen nach dem Willen von SPD und CDU jetzt noch die letzte Chance auf Asyl verlieren. Den bekannten Fakten zum Trotz werden ihnen damit pauschal jegliche Fluchtgründe abgesprochen um ihre Asylanträge pauschal ablehnen und um sie schneller abschieben zu können.
[…]
Wir plädieren an Ihr Gewissen: Lassen Sie es nicht zu, dass den Roma in Deutschland das Menschenrecht auf Asyl dauerhaft verwehrt wird und Massenabschiebungen von Roma in Elend und Diskriminierung wieder von deutschem Boden aus gehen! Nehmen Sie diesen Gesetztesvorschlag zurück!

Hier der gesamte Aufruf vom Aktionsbündnis als PDF (27.02.2014)

Der Gesetzesentwurf zur Änderung des Asylverfahrensgesetzes

In der Presse:
proasyl.de: Dr. Karin Waringo: Serbien – ein sicherer Herkunftsstaat von Asylsuchenden in Deutschland?
grundrechtekomitee.de (28.02.2014): Sichere Abschiebestaaten für Roma oder: staatlicher Antiziganismus?
thevoice.org (28.02.2014): Flüchtlingsschutz für Roma – Offener Brief Von Michael Stade
awo.org (24.02.2014): Zweifel an „sicheren Herkunftsländern“
alle-bleiben.info (03.12.2013): Reisegruppe stimmt gegen den Koalitionsvertrag