Abschiebung aus der Konstanzer Steinstrasse 20 am 22.01.2014

esPRESSo schreibt:

Heute Morgen (22.1.2014) gegen 5 Uhr wurde laut Informationen anderer Flüchtlinge im Lager in der Konstanzer Steinstraße ein algerischer Flüchtling aus dem 3. Stock abgeschoben. Demnach habe die Heimleiterin außerhalb der normalen Dienstzeiten der Polizei die Türe geöffnet. Das Landratsamt, eigentlich für die Unterbringung, Versorgung und Sozialbetreuung der Flüchtlinge zuständig, wäre demnach also aktiv an der Abschiebung beteiligt. Ein ungeheurer Vertrauensbruch mit katastrophalen Folgen für die Sozialarbeit und die traumatisierten Menschen im Haus. Das Lager in der Steinstraße war ringsum mit zahlreichen Polizeibeamten gesichert, so die sichtlich verstörten Flüchtlinge. Hier zeigt sich abermals die Doppelmoral deutscher Behörden und Politiker: Bootsflüchtlinge aus Nordafrika werden nur als Wasserleichen bedauert. Kommen sie lebend an werden sie abgeschoben.

In der Presse:
suedkurier.de (24.01.2014): Abschiebung am frühen Morgen
seemoz.de (23.01.2014): Nächtliche Abschiebeaktion in der Steinstraße