Abschiebung aus der Konstanzer Steinstrasse 20 am 03.02.2014

esPRESSo schreibt:

„Wie jetzt erst bekannt wurde kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag, 3. Februar 2014, zu einer Abschiebung eines jungen Roma-Paares aus Mazedonien. Die Polizei überraschte das kinderlose Paar, mitte 20, im Flüchtlingslager in der Konstanzer Steinstraße im Schlaf. Die Beamten gaben ihnen eine Frist von zehn Minuten zum Packen ihrer Habe.

Danach wurden sie nach Angaben anderer Flüchtlinge von Beamten abtransportiert. Das Paar, so Nachbarn im Lager, hätte sich telefonisch mittlerweile bereits aus Mazedonien gemeldet. Die Abschiebung erfolgte trotz eines so genannten Winterabschiebestopps nach Serbien, Mazedonien und dem Kosovo, der in Baden-Württemberg bis 1. März gilt. Die grün-rote Landesregierung hat die „humanitäre Maßnahme“ jedoch an zahlreiche Bedingungen geknüpft. Auch das junge Paar erfüllte diese Kriterien nicht. Am Wochenende gab es „Jahrhundertschneefälle“ mit bis zu 1,5 Metern Neuschnee in Serbien und Mazedonien.
Derartige nächtliche Überfälle der Abschiebe- und Polizeibehörden auf Flüchtlinge im Sammellager sind bei etlichen Konstanzer Roma-Familien in den kommenden Wochen zu befürchten. Teilweise besuchen die betroffenen Kinder schon seit Jahren Konstanzer Schulen. “